Rechtsanwalt Sönke Höft

Rechtsanwalt Sönke Höft

Für die Restschuldbefreiung bei der Privatinsolvenz gelten folgende Fristen:

6 Jahre: Regelfrist für die Restschuldbefreiung
5 Jahre: wenn die Verfahrenskosten bezahlt sind
3 Jahre: wenn 35% der Schulden bezahlt sind und die Verfahrenskosten

Die Fristen werden ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens berechnet. Dann beginnt die sogenannte Wohlverhaltensphase. In dieser Zeit muss der Schuldner arbeiten, sich um Arbeit bemühen und darf keine zumutbare Tätigkeit ablehnen. Er muss für das Gericht erreichbar sein. Ihm verbleibt das pfändungsfreie Einkommen. Alle weiteren Beträge gehen an einen Treuhänder und werden einmal jährlich an die Gläubiger ausgekehrt.

Welche Schulden entfallen mit der Restschuldbefreiung?

Antwort: Von der Restschuldbefreiung werden alle Forderungen erfasst, die aus der Zeit vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens stammen. Schulden wegen rechtswidriger Handlungen  werden nicht erlassen. (z.B. Geldstrafen, Geldbußen, Zwangsgelder, Ordnungsgelder oder Forderungen aus unerlaubter Handlung)

Schulden die später entstehen, werden auch nicht erlassen. Der Schuldner muss die Lehren aus der Vergangenheit gezogen haben und in der Wohlverhaltensphase keine neuen Schulden machen. Nach dem Insolvenzantrag ist für 10 Jahre keine neue Restschuldbefreiung möglich.

Sönke Höft
Rechtsanwalt