Das Umwandlungsgesetz muss bis zum 30. Juli 2011 geändert werden. Dies ist notwendig, weil die EU-Richtlinie 2009/109/EG vom 16. September 2009 bis dahin umgesetzt werden muss.

Die mittelständischen Unternehmen, die meistens als GmbH und Personengesellschaften geführt sind, werden von den Änderungen wenig berührt. Die Umwandlungen, Verschmelzungen und Spaltungen werden künftig genauso möglich sein und so gehandhabt werden wie bisher. Insbesondere für Aktiengesellschaften sind aber einige Änderungen geplant, die den sehr bürokratischen und verwaltungslastigen Vorgang der Umwandlungen etwas vereinfachen sollen.

Die Änderungen werden voraussichtlich folgende bereiche betreffen:

  • Verschmelzungsbericht
  • Anforderungen an die Versendung von Unterlagen bei konzerninternen Verschmelzungen
  • Möglichkeit auf den Beschluss der übertragenden Gesellschaft  zu verzichten
  • Verzicht auf eine Zwischenbilanz, wenn ein Halbjahresfinanzbericht erstellt wird
  • eine mögliche Personenidentität von Verschmelzungsprüfer und Sacheinlagenprüfer bzw. Gründungsprüfer.

Über die Umsetzung der Richtlinie werden Sie hier mehr lesen. Insbesondere werden wir die Auswirkungen der Änderungen auf die GmbH und auf die Personengesellschaften, einschließlich der GmbH & Co. KG beschreiben.

Sönke Höft