Wer für eine GmbH vor der Eintragung im Namen der Gesellschaft handelt und dadurch Verbindlichkeiten begründet, der haftet für diese Verbindlichkeiten persönlich. (§ 11 Abs. 2 GmbHG)

Diese Regelung dient dazu, den Gläubigern der GmbH einen Schuldner zu verschaffen, wenn für die GmbH vor ihrer Eintragung bereits gehandelt wurde und weder die Gesellschaft, noch die Gesellschafter für die eingegangenen Verbindlichkeiten haften. Das kann z.B. dann der Fall sein, wenn ein Geschäftsführer seine Vertretungsmacht überschritten hat.

Im Rahmen der wirtschaftlichen Neugründung kommt es bei dieser Fragenstellung nicht auf die Veröffentlichung im Register an, sondern auf den Zeitpunkt der elektronischen Übermittlung an das Registergericht.

Sönke Höft

Zitierte Paragraphen:

§ 11 Rechtszustand vor der Eintragung

(1) Vor der Eintragung in das Handelsregister des Sitzes der Gesellschaft besteht die Gesellschaft mit beschränkter Haftung als solche nicht.
(2) Ist vor der Eintragung im Namen der Gesellschaft gehandelt worden, so haften die Handelnden persönlich und solidarisch.