Das Kammergericht Berlin hat wieder bestätigt, dass bei der Gründung einer GmbH die Gründungskosten einzeln aufzuzählen sind.

Das Registergericht wollte in diesem Fall eine Unternehmergesellschaft – UG (haftungsbeschränkt) nicht eintragen, weil in dem Gesellschaftsvertrag nur von “Gründungskosten” die Rede war. Für die Gläubiger der Gesellschaft sei somit nicht erkennbar, mit welchen Posten das Stammkapital der Gesellschaft schon belastet ist. Im Intersse des Gläubigerschutzes müsse dies genau bezeichnet werden. So sah das Kammergericht in Berlin die Sache auch.

Für die Praxis bedeutet dies, dass die einzelnen Kostenarten, aus denen sich der Gründungsaufwand ergibt, in dem Gesellschaftsvertrag aufzuführen sind.

Wird dies missachtet, kann es dazu führen, dass eben nicht die Gesellschaft für die Gründungskosten haftet, sondern bei einer Insolvenz die Gesellschafter persönlich in Höhe der Grünbdungsten zur Zahlung herangezogen werden.

Sönke Höft

Korrespondierende Entscheidung: KG Berlin, Beschluss vom 28.02.2012, Aktenzeichen: 25 W 88/11