Die Kündigung einer schwangeren Arbeitnehmerin unter Verstoß gegen das Mutterschutzgesetz kann einen Entschädigungsanspruch nach dem AGG auslösen. Das hat das BAG in einer weiteren Entscheidung zum AGG entschieden. Es ist der Auffassung, dass die Kündigung unter Verstoß gegen das Mutterschutzgesetz eine Benachteiligung wegen des Geschlechts darstellt. Die gesetzliche Folge ist, dass für diese Fälle einen Entschädigungsanspruch besteht.

Praxistipp: Jeden Verstoß, der in irgendeiner Weise geschlechtsspezifisch ist sollte auf eine Verletzung des AGG überprüft werden. So können diese Ansprüche bei der Auseinandersetzung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jedenfalls in die Verhandlung miteinbezogen werden.

Arbeitgeber wird diese Entscheidung des BAG noch mehr sensibilisieren.

Sönke Höft

Korrespondierende Entscheidung: BAG 12.12.2013, Aktenzeichen 8 AZR 838/12