Bei „zerstückelter“ Urlaubserteilung kann der Arbeitnehmer 12 Tage Extraurlaub verlangen.

Die Erfüllung des Urlaubsanspruchs ist in § 7 BUrlG abschließend geregelt. Grundsätzlich muss der Arbeitgeber den Wünschen des Arbeitnehmers nachkommen, es sei denn, dringenden betriebliche Gründe sprechen gegen den Urlaubswunsch.

Dabei soll der Urlaub grundsätzlich zusammenhängend gewährt werden. Wird das nicht beachtet, ist der Urlaubsanspruch nicht erfüllt. Dabei ist es egal, ob der Arbeitgeber nur Kurzurlaub genehmigt hat oder der Arbeitnehmer nur Kurzurlaub gewünscht hat.

Folge: Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf weitere 2 zusammenhängende Wochen Urlaub!

Dies ist allerdings eine der wenigen Bestimmungen im Bundesurlaubsgesetz, welche die Parteien einvernehmlich in einem Vertrag ändern können.

Sönke Höft

Korrespondierende Entscheidung BAG, 29.07.1965, Aktenzeichen 5 AZR 350/64