Wie verhält es sich, wenn die Befristung in einem bereits befristeten Arbeitsverhältnis verkürzt wird? Denn ein befristetes Arbeitsverhältnis kann gemäß § 14 Abs. 2 TzBfG bis zu einer Dauer von 2 Jahren höchstens dreimal befristet werden.
Antwort: Dies wird behandelt wie eine weitere Befristung. Zunächst ist die Verkürzung der Befristung abzugrenzen von einem Aufhebungsvertrag. Bei einem Aufhebungsvertrag wird die alsbaldige Beendigung des Arbeitsverhältnisses vereinbart. Das ist gerade der Unterschied zu einer Befristung. Bei der verkürzten Befristung läuft das Arbeitsverhältnis aber noch für eine geraume Zeit. Es wird also nicht alsbald beendet.
So hat es das Bundesarbeitsgericht in seinem Urteil am 14.12.2016 auch entschieden. Danach greift das Verbot der Anschlussbefristung nach § 14 Abs. 2 TzBfG. Es ist also bei einer weiteren Befristung erforderlich, dass diese mit einem Sachgrund erfolgt.

Fazit: Auch bei einer Verkürzung der bereits bestehenden Befristung ist bei der Vertragsgestaltung darauf zu achten, dass diese neuerliche Vereinbarung  so ausgestaltet wird, wie eine weitere Befristung.

Sönke Höft
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Korrespondierende Entscheidung: BAG, Urteil vom 14.12.2016, 7 AZR 49/15
Literaturnachweis: Arbeitsrechtsberater 5/2017, S. 139/140