Ein Arbeitnehmer hat 5.000,00 € Schadensersatz von seinem Arbeitgeber bekommen, weil dieser eine unvollständige Datenauskunft nach § 15 Abs. 1 DSGVO erteilt hat. Die Auskunft hatte der Arbeitgeber zunächst über viele Monate verspätet und dann unvollständig abgegeben. Das Arbeitsgericht Düsseldorf hat den Schadensersatz am 05.03.2020 ausgeurteilt, Az. 9 Ca 6557/18. Zur Begründung führt das Arbeitsgericht aus, dass der Arbeitnehmer einen immateriellen Schaden erlitten habe. Dieser entstehe auch, wenn der Arbeitnehmer um seine Rechte gebracht wurde und daran gehindert war, die ihn betreffenden personenbezogenen Daten zu kontrollieren.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Revision ist beim LAG Düsseldorf anhängig.

Sönke Höft
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Bezugnehmendes Urteil
Arbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 05.03.2020, Az. 9 Ca 6557/18, Revision anhängig beim LAG Düsseldorf, Az. 14 SA 294/20